Die Kraft im Kiez

Usch Schmitz, Kraft Wetzel und die Agentur "Nirwana Events"
Usch Schmitz und Kraft Wetzel sind Unternehmer: Sie betreiben erfolgreich eine Agentur für einen Themenkomplex, bei dem Religion und (buddhistische) Spiritualität im Vordergrund steht.

Zunächst ein biografisches Telegramm der beiden Hauptakteure:

Usch Schmitz, 40 Jahre -kommt aus dem Ruhrgebiet- Studium der Islamwissenschaften und Arabistik - Jobs im Verwaltungsbereich und der Administration - Museumsführerin - Ausbildung zur Verlagskauffrau - Beschäftigung mit ostasiatischer Kunst und Kultur - erste Berührung mit dem Thema "Buddhismus" baute in Berlin - von Münster kommend - das Büro eines wissenschaftlichen Verlages auf - lernt September 1998 in Berlin Kraft Wetzel kennen. Gab das Einzelkämpferdasein nach anderthalb Jahren auf und gründete mit Kraft das Unternehmen "Nirwana Events" - gemeinsames Interesse an religiösen Fragen führte die Akteure zusammen.

Kraft Wetzel, 49 Jahre, lebt seit fast 30 Jahren im Kiez respektive Wedding und hat eine unerschütterliche Heimatliebe zu seinem Kiez entwickelt empfand sein Dasein als erfolgreicher Film und Fernsehjournalist (FAZ, FR, Neue Züricher Zeitung, ZEIT) bisweilen ort- und heimatlos - gründete parallel zu seiner Tätigkeit als Angehöriger der schreibenden Zunft Verein und Projekt "Europäisches Fernsehfestival Berlin" - wollte Anfang der 90er Jahre nicht mehr nur "journalistischer Zaungast und Teil des Betriebsgeräusches sein...", sondern..."aktiv mitgestalten". Sein Debüt als Veranstalter für Film und Fernsehen gab er 1986 mit einem "channel 4 Festival" in der Akademie der Künste - es folgte eine Reihe von Veranstaltungen unter eigener Regie.

Pressestimmen

Herry Grünewald.: Wie kam es zur Gründung des eigenen Unternehmens "Nirwana Events" unter der Obhut zweier so facettenreicher Biographien? Wie ergab sich der erstaunliche Wechsel vom Film- und Fernsehmilieu zu einem spirituellen und interreligiösen Milieu?
Kraft Wetzel: "Bündig und mit einem Wort formuliert: Durch eine Katastrophe. Das Projekt "Europäisches Filmfestival" scheiterte an extrem widrigen Umständen und stürzte mich - der bis dato gewohnt war erfolgreich zu agieren - in eine tiefe Krise. Um aus diesem Loch heraus zu kommen, habe ich vieles ausprobiert und fand schließlich den Weg zur "Sangha", der buddhistischen Gemeinschaft. Das gemeinsame Meditieren und das achtsame Sprechen in der Gemeinde tat mir schlicht und einfach gut. Aus persönlicher Not habe ich den Weg zur Spiritualität gefunden. Ich habe gespürt, was "Religion" im Kern ausmacht; sie ist "Transmissionsriemen" für uraltes Heilwissen. In aller Religionen der Welt, die ich sorgfältig studiert habe, sind es die "Gelebten Wahrheiten", die sich als überlebensfähig auch in der heutigen Zeit erweisen. Im Zentrum steht die Frage: Wie geht glückliches Leben? Die Antwort z.B. eines Buddha lautet:
Meditation.

H. G.: Wie kam es nun konkret zum Projekt "Nirwana Events". Nirwana ist ein Begriff aus dem spirituellen Bereich, "Event" erinnert an die Sphäre des Ökonomischen. Wie geht das zusammen?
K.W.: Ich brauche einen Sinnhorizont um zu arbeiten - der heißt nicht in erster Linie "Geld verdienen", sondern beinhaltet, sich mit der ganzen Person einzusetzen und einen Beitrag zur Verschönerung der Welt zu leisten. Das spirtuelle Wissen und die Qualitäten der Religiösen Erfahrung zu vermitteln ist mir Antrieb und Motivation.