Die Wahl des Wortes war zugleich eine bewusste Provokation des spirituellen Milieus, in dem geradezu eine "Geldphobie" herrscht. "Geld verunreinigt und verschmutzt die Seele!" Ab einem
bestimmten Punkt von Komplexität braucht es aber ökonomische Formen. Warum sollen wir das Feld nur von den Anderen bestellen lassen!
H.G.: Wie geht es weiter mit Nirwana Events?
K.W.: Leider bereitet die Zukunft mir einigen Kummer. Die Finanzierung des Projektes "Geist und Kultur" neigt sich dem Ende. Wir machen noch einen flyer und zwei Events im Januar und dann ist Schluss. Soviel Ende war nie! Unsere Empfindungen sind sehr gemischt. Das zarte Pflänzchen "Geist und Kultur", das allmählich immer mehr InteressentInnen findet, droht zu vertrocknen. Ohne öffentliche Förderung geht es wohl nicht.
U.S.: Kraft reagiert angespannt auf diese Situation, ich sehe den Dingen gelassener entgegen.
K.W.: Ich würde gerne noch ein Stichwort ins Spiel bringen: "Renaissance des Wedding". Ich möche die spirituelle Seite, über die wir gesprochen haben, mit der lokalpatriotischen in Verbindung bringen: Seit dreißig Jahren lebe ich in diesem geliebten Kiez und ich mag viele seiner Menschen. Zum Abschluß unseres Projektes veranstalten wir ein kleines Fest für Alle, die sich aus Heimatliebe für den Kiez engagieren und einen Beitrag zur "Renassaince des Wedding" leisten wollen. Der Abschluss wird hoffentlich auch Signal eines neuen Aufbruchs sein!
H.G.: Usch Schmitz, Kraft Wetzel, wir danken für das Gespräch.